Fränkischer Meister 2020!!!

Freitagabend, 19.00 Uhr: Wie stimmt man sich am besten auf ein Turnier ein? Klaro, mit leckerem Welcome-Dahl. Anschließend feilen wir mit „Secret Date“ an unseren teaminternen Connections und spielen ein, zwei Runden „Tempel des Schreckens“. Wobei – ich hab mir sagen lassen, das ist nur so mittel gut für die Teamstimmung.  

Samstag 9.15 Uhr: So richtig fühlen tut’s noch keiner. Samu muss seinen Hund staubsaugen, Philipp hat Bein, Jonas hat Knie, Made hat Wade, Kerstin hat mimimi und ein Kätzchen. Und Jansi? – Liegt noch selig schlummernd im Bett.

Samstag, 11.00 Uhr:  Alle Schlafnasen aus dem Bett geklingelt, Ande gefunden, die ersten Smarties gefuttert und es geht los mit dem Spiel gegen Würzburg. Ansage für das Spiel aufgrund der vielen angeschlagenen Spieler: „Effizienz“. In dem Sinne gewinnen wir beim Flippen gleich das erste Break und packen dann für den Rest des Spiels eine Zone aus. Das relativ schmale Feld macht die Zone ziemlich effektiv, die Offence ist effizient – Träumchen. Lotti haut noch einen nicen Layout raus, Endstand 13:8.

Samstag, 12.00 Uhr: Zweites Spiel, nochmal gegen Würzburg, aber diesmal gegen die Wolves. Wir gewinnen wieder das erste Break beim Flippen (wer hat da eigentlich den ganzen Tag so gut geflippt?), aber dann machen uns die jungen und die nicht mehr ganz so jungen Wölfe richtig Druck. Bis zum 5-5 ist das Spiel ausgeglichen, dann besinnen wir uns auf unsere größere Erfahrung und gewinnen am Ende mit 13:7. Shout-out aber an die starken jungen Spieler! In Bamberg kann man großartig studieren und arbeiten, das wollten wir nur mal so in den Raum werfen.

Samstag, 13.00 Uhr:  Erstes Spiel gegen Nürnberg. Jonas ist kniebedingt ganz raus, auch sonst läuft fast kein Mann mehr richtig rund. Smartie-level ca. 3000 mg. Also erstes Break beim Flippen gewinnen, drei bis vier Frauen auf die Line stellen, Zone drauf packen. Nürnberg spielt rechts auf. Das können wir nicht leiden, aber passt schon – Made mag’s. Dann vernascht Pia noch Schöcki tief (boobs) und schon steht es 10-5 für uns.

Samstag, 14.00 Uhr: Endlich Mittagspause. Die Parzelle ernährt. Vor lauter Schatzsuche verpassen wir fast das nächste Spiel, aber Zeit für ein kurzes Warmup zu „Eine Insel mit zwei Bergen“ muss sein.

Samstag, 15.00 Uhr: Als Gewinner des „Round-robin“ spielen wir im Halbfinale nochmal gegen die Wolves. Die monieren unsere wenig abwechslungsreiche Spielweise. Aber hilft ja nix, in unserem Alter ist man nicht mehr so kreativ. An den Endstand kann sich leider niemand mehr erinnern –again, das Alter. Aber wir haben das Halbfinale gewonnen und irgendwann zwischendrin hat Mareike eine D im Luftkampf gegen Goldi geholt, daran kann ich mich noch gut erinnern.

Samstag. 16.00 Uhr: Finale gegen Nürnberg! Vor dem Cheer machen wir uns bewusst, dass das corona-bedingt wahrscheinlich für längere Zeit unser letztes Turnier sein wird. Also werden noch die letzten Smarties gefuttert, bis der Blister leer ist, und die letzten Kraftreserven mobilisiert. Den Break zu erflippen klappt diesmal nicht, sondern Nürnberg bringt ihre erste Offence durch. Danach zahlen sich aber unsere 1000 Tage diesen Sommer beim BSC, auf der Erba, im Casa Pia, in der Scheune, beim Frisbee und Pantomime spielen, gemeinsamem kochen, Vereinsheim renovieren und Ausflüge machen aus. Unsere Zone klickt und auch in der Man-Defence können wir mit vielen Switches den Gegnern Druck machen und unsere kaputten Beine schonen.

Wir zittern das ganze Spiel über, ob Nürnberg ein Comeback startet. Tatsächlich fahren die Nürnberger am Ende des Spieles nochmal auf. Aber wir konnten uns bis dahin einen guten Vorsprung erarbeiten und gewinnen am Ende souverän mit 12-6.

Samstag. 17.00 Uhr: Also, Bamberg ist das zweite Jahr in Folge Fränkischer Meister!

Damit gewinnt die Wuku dieses Jahr drei aus drei Turnieren, zu denen sie angereist ist. Und man munkelt, Bamberg hätte auch die fränkische Liga gewonnen.

Jansi ist „ein bisschen stolz“ auf sein Team. Jürgen, unser Vereinsvorstand, nicht nur ein bisschen. Zur Belohnung wird das Sushi aus der Team-Kasse bezahlt und der Sieger-Sekt fair zwischen Kerstin und Lotti aufgeteilt.

Wir bedanken uns ganz, ganz herzlich bei Würzburg, allen voran Anki, für das spontane Einspringen als Ausrichter für die Fränkische Meisterschaft! Mega, dass du so kurzfristig noch einen Kunstrasen aus dem Hut zaubern konntest und ihr allen corona-bedingten Widrigkeiten getrotzt habt. Nächstes Jahr gibt es dann hoffentlich tatsächlich eine Fränkische Meisterschaft in Bamberg!

Für die Wuku den Titel verteidigt haben: Coach Jansen, unser aller invaliden Vorbild, Ande aka Andi, Nico aka Nicov, Charlotte aka Lotti, Sean aka Shaw, Philipp aka Phipsi, Jonas aka Nas Nas, Mareike aka Resting Bitch Face, Made aka Manfred, Pia aka Vampia, Kerstin aka Kiki und Grieche aka der Grieche.

schnuffliger Bericht verfasst von: Kerstin